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Besichtigung K+S und der Betrieb Schimmelpfennig

IG Charolais Hessen auf Erlebnisfahrt
 
Einen Erlebnisreichen Tag erlebten kürzlich die Mitglieder der Interessengemeinschaft Charolais Hessen. Erstes Ziel der Gruppe mit Mitgliedern aus ganz Hessen war das Erlebnisbergwerk Merkers, ein Kalibergwerk der Firma K+S. Hier wurde die Gruppe herzlich Begrüßt und mit Humor auf die Einfahrt in die Grube Merkers vorbereitet. Nach einem kurzen Film, welcher einen kurzen Überblick über die wechselvolle Geschichte des Bergwerkes gab, durfte die Gruppe „Arbeitskleidung“ anlegen und wurde in die Grube eingefahren. Auf einer Solentiefe von bis zu 800 Metern ging es dann mit Grubenfahrzeugen auf eine Erlebnistour durch die Grube Merkers, welche auch noch heute dem Kaliabbau dient. Ein Teil der Grubenstrecke von über 2000 KM konnte bestaunt werden. Auf der Strecke erwartete die Gruppe zunächst die Eindrucksvolle Inszenierung einer Sprengung, welche zur Gewinnung des Kali´s auch heute noch so durgeführt wird. Nächste Station war die faszinierende Salzgrotte, in welcher besonders die Farblichtspiele imponierten. Weiterer Höhepunkt war die eindrucksvolle Konzerthalle, welche in einem ehemaligen Großraumbunker zur Zwischenlagerung des gewonnenen Rohkalis diente. Dort finden heute zahlreiche Konzerte unter Tage statt. Weiter ging es zu einer imposanten Ausstellung über die Grubentechnik und Fahrzeuge aus verschiedenen Jahrzehnten, welche teilweise schon auf der Strecke bestaunt werden konnte. Hier wurden die verschiedenen Fahrzeuge und Werkzeuge und deren Funktion unter Tage erläutert und auf die Geschichte des Bergwerkes vor und nach der Wende eingegangen. Nachdem die Grenze gefallen war, wurden hier unter Tage die beiden Bergwerke auch vereint. Den Abschluss unter Tage auf dem Rückweg an die Erdoberfläche bildete der Besuch des sogenannten Goldraumes. Hier wurden im 2. Weltkrieg wertvolle Kunstgegenstände, Gold und Banknoten eingelagert. Nach Einrücken der Amerikaner wurde dieser Goldraum jedoch relativ schnell entdeckt und der Inhalt sichergestellt. Ein letztes mal wurden die Grubenfahrzeuge bestiegen und die Gruppe wurde aus der Grube ausgefahren.
Nach dem Mittagessen ging es dann weiter zum Monte Kali, eine riesige Abraumhalde Nähe Heringen der Firma K+S, auf welcher der nicht verwendbare Abraum aus dem Bergwerk gelagert wird. Hier ging die Gruppe dann in die Höhe. Für den anstrengender Aufstieg zu Fuß wurde die Gruppe auf einer Höhe von 530 Meter über Normal Null mit einem prächtigen Ausblick über das Werratal belohnt. Von hier aus konnte man bis nach Thüringen blicken und auch noch einen Teil des ehemaligen Grenzverlaufes erkennen. Details zu der Abraumhalde, deren Bedeutung und die Zukunftsaussichten wurden der Gruppe durch zwei fachkundige Herren der Firma K+S erläutert.
Zum Abschluß des Tages wurde der Charolaisbetrieb Carsten Schimmelpfennig besichtigt. Hier erwartete die Gruppe zunächst eine Stärkung mit Kaffee, Kuchen, deftigem und kühlen Getränken, bevor es dann zur Besichtigung der Herden ging. Der Betrieb umfasst 145 ha , davon 63 ha Ackerbau und 82 ha  Grünland  und wird als Naturland Biobetrieb im Nebenerwerb geführt.  Auf den Ackerflächen  wird Weizen,  Roggen, Triticale, Dinkel, Lupinen, Erbsen-Hafergemisch und Klee angebaut.Der Betrieb ist voll durchmechanisiert.   Das Grünland ist die Futterbasis für die  Charolais- Mutterkuhherde . Die Herde umfaßt zur Zeit 30 Kühe mit Nachzucht. Ein gewaltiger Deckbulle aus der Zuchtstätte Gries, Laubach und ein junger Bulle vom Züchter Hildenbrand, Eiterfeld  sorgen momentan  für den  Nachwuchs.  Die  Vermarktung  der Schlachtiere erfolgt zum überwiegenden Teil über einen Bioschlachthof in Bayern. 
 
Mit guter Stimmung und vielen Eindrücken im Gepäck wurde dann die Rückfahrt angetreten. Dieser Tag mit seinen vielen Eindrücken, Informationen und auch des herrlichen Wetters wird der Gruppe sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.