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Fleischrindertag 2013

 

Fleischrindertag 2013
 
 
Schau-Bericht
 
Einen sehr starken Auftritt legten dieses Mal die Charolaiszüchter mit der Besetzung von drei Jungrinderklassen hin. An der Spitze der ersten Altersgruppe standen die Eras-Tochter Anke von Gerhard Ernst, Bottendorf, und die Utrillo-Tochter Oceana aus dem Zuchtbetrieb Viering, Landau, die in punkto Typ und Fleischansatz hier überlegen waren. An der Spitze der nächsten Gruppe wurde die von Erwin Rabenau, Londorf, ausgestellte Samuel-Tochter Diana eingereiht, eine Färse mit ausgeprägtem Rassecharakter, die mit der Eras-Tochter Gretchen wiederum von Gerhard Ernst, Bottendorf, ihre stärkste Konkurrenz hatte. Eine weitere Eras-Tochter aus dem Betrieb Ernst stand mit Gertel bei den jüngsten Rindern vorn, sehr harmonisch und bestens bemuskelt, hier ging der Ib-Platz an die Milano-Tochter Cremona von Udo Biedenkapp aus Mücke. Bei der Siegerauswahl erhielt das jüngste Rind Gertel von Gerhard Ernst dann den Vorzug vor der Samuel-Tochter Diana von Erwin Rabenau. Beim Vergleich der Charolais-Kühe bezog Franz Pirker richtigerweise auch die Entwicklung der Kälber mit ein und das beste Gesamtbild zeigte die Dakota-Tochter Sambana von Horst Bierwirth aus Ottrau, eine sehr lange, tiefe, leistungsbereite Kuh, die ein exzellentes Bullenkalb bei Fuß hatte. Auch die Reservesiegerin, die Othello-Tochter Distel von Erwin Rabenau, Londorf, erfüllte die Attribute der Spitzenkuh in ähnlicher Form und auch ihr Kalb konnte sehr gut gefallen. Ein besonderer Blickfang ist immer die Präsentation von Herdenbullen, hier zeigte Reiner Hildenbrand seinen Natur-Sohn Nils P, der mit sehr viel Körper und rassetypischer Erscheinung den Spitzenplatz zugewiesen bekam. Eine züchterische Leistung der besonderen Art wurde den Zuschauern noch durch die Nachzucht des Vererbers Unickel von Volker Reinhard aus Brechen präsentiert. Mit dem dreijährigen Sohn Ninas und vier Jungrindern wurde den Züchtern und Zuschauern in hervorragender Weise die Einheitlichkeit der Vererbung dieses sehr erfolgreichen Herdenbullen gezeigt. Eine Demonstration der züchterischen Leistung, wie man sie nur selten gezeigt bekommt.
 
 
Auktions-Bericht
 
Eine sehr leistungs- und typstarke Spitze war bei der Rasse Charolais auch dieses Jahr im Angebot. Erstmalig waren auch hier eine größere Anzahl an genetisch hornlosen Bullen dabei, mehrere sogar reinerbig typisiert. Den Tageshöchstpreis von 3.700,- € investierte ein südhessischer Produzent in den Spitzenbullen, einen sehr harmonischen und ausgeglichenen Excellent-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Gries, Oberseener Hof. Ein mittelhessischer Zuchtbetrieb erwarb den enorm typischen, langgestreckten Asterix-Sohn von Jost Hofemeister, Wetter. Auch die weiteren Bullen aus der Spitzengruppe aus den Zuchtbetrieben Horst Bierwirth, Ottrau, Karl u. Florian Viering, Landau, und Werner Kahler, Todenhausen, wurden an heimische Interessenten verkauft. Auch bei der Rasse Charolais wurde der Markt geräumt und der Durchschnittspreis lag hier bei 2.538,- €.