IG Charolais in Österreich

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IG Charolais Hessen e.V. auf großer Fahrt nach Kärnten

Im September konnte die schon für 2020 geplante Studienreise nach Kärnten nachgeholt werden. Am Donnerstag, den 07. September starteten die 32 Teilnehmer in Alsfeld
frühmorgens per Reisebus Richtung Süden und erreichten am Abend das Ziel in Gurk/Kärnten. Am Freitag den 08. September war die Gruppe zur Besichtigung des Schulgutes Weindorf der Landwirtschaftlichen Fachschule Althofen eingeladen. Hier steht den Schülern ein vielseitiger landwirtschaftlicher Betrieb für die Durchführung der Praxisarbeiten im Bereich Ackerbau, Grünlandwirtschaft und Tierhaltung zur Verfügung. Der Betriebsleiter Reinfried Kraxner führte die Gruppe durch den Schulbetrieb und stellte die im Schulstall untergebrachten Mutterkühe mit Nachzucht vor. Ein Merkmal des Schulgutes ist die Spezialisierung auf Mutterkuhhaltung und der Vergleich der Fleischrassen (Fleckvieh, Charolais, Limousin) die der Situation der Kärntner Rinderhalter entspricht. Georg Moser, Zuchtleiter für alle Mutterkuhrassen in Kärnten, stellte die Bedeutung der LFS Althofen mit ihrem Schulgut als das Mutterkuhzentrum des Bundeslandes Kärnten heraus.
Ein guter Einstieg in die Gegebenheiten der Mutterkuhhalter vor Ort und ein herzliches Dankeschön an die beiden Herren für die umfangreiche Hilfe bei der Planung und Durchführung der Reise.

Der Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel stand anschließend auf dem Programm und ist
eine der touristischen Hauptattraktionen im Raum Wörthersee. Atemberaubend ist der
Panoramablick über die Seenlandschaft und die Bergketten von Karawanken bis Hohe Tauern.
Am Nachmittag wurde dann der Charolaisbetrieb der Familie Hermann Eberhard in Liebenfels
besichtigt. Auf ca. 55 ha Grünland weiden 70 Herdbuchkühe mit Nachzucht rund um den Hof auf 1050 m über NN .Außerdem befinden sich noch ca. 70 Tiere auf einer Hochalpe auf ca. 1600 – 2000 m .Der Familienbetrieb setzt auf Hornlosigkeit und vermarktet einen großen Teil der männlichen Nachzucht als Deckbullen in Kreuzungsbetriebe. Gemeinsam mit der Familie
wurde der Tag in der Jausenstation Zechnerin bei gutem Essen , regionalen Getränken und
regen Gesprächen beendet.

Mit einer eindrucksvollen wunderschönen Schifffahrt auf dem Millstätter See begann der folgende
Tag. Danach gab es eine Betriebsbesichtigung der ganz besonderen Art. Vom Charolaisbetrieb Harald Lassnig in Millstatt ( ca. 850 m über NN) wurde die Gruppe vom Betriebsleiter mit dem
Viehanhänger und Traktor bis auf 1700 m über NN zur Alexanderhütte befördert. Bei zünftigem Mittagessen und herrlichem Wetter bot sich eine grandiose Aussicht über den Millstätter See und die umliegenden Bergketten. Eine Wanderung zur Hochalpe auf ca. 1870 m über NN und eingehendeBesichtigung der Viehweiden haben bei den Teilnehmern unvergessliche Eindrücke hinterlassen.Die 50 Herdbuchkühe von Harald Lassnig weiden teilweise auf der Hochalpe und auf den Weiden rund um seinen Betrieb in Millstatt. Direktvermarktung von Fleischpaketen, Verkauf von Absetzern und als Schwerpunkt Produktion von hochwertigen Herdbuch Zuchttieren über die Zuchtviehauktion sind die weiteren Vermarktungswege der beiden besichtigten Betriebe.

Am folgenden Sonntag, den 10. September erfolgte die Heimreise. Das insgesamt abwechslungsreiche Programm, die freundschaftlichen Begegnungen mit den Züchterkollegen sowie den genannten Herren Kraxner und Moser und letztendlich das sonnige Wetter haben diese Reise zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.

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